Home

„Ich finde es schon wichtig, da ja unsere Kinder diese Weltsituation erben und sie dann damit fertig werden müssen. Ich möchte nicht, dass wir Schuld sind wenn sie ein schlechteres Leben haben als wir.“

Schüler/in der 8.Jahrgangsstufe des KvC-Gymnasiums

1. August 2022
von Nina Liebhaber
Kommentare deaktiviert für Zwei PhD-Stellen ausgeschrieben

Zwei PhD-Stellen ausgeschrieben

Im Umfeld des k.i.d.21 Teams sind zwei spannende PhD-Stellen zu besetzen. Für die Projekte makingAchange und Freeze For Future – Gletscherwelten suchen wir ab dem 1.10.22 bzw. 1.11.22 neue tatkräftige Kolleg*innen.

Die Stellen beinhalten eine interessante, abwechslungsreiche und herausfordernde Beschäftigung in der Forschungsgruppe Education and Communication for Sustainable Development, sowie die Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen kooperierenden Wissenschaftler*innen.

Wir freuen uns auf Ihre Onlinebewerbung asap, jedoch bis spätestens 15.09.2022.


3. Juni 2022
von Nina Liebhaber
Kommentare deaktiviert für Wie klappt die klimafreundliche Landwirtschaft? Schüler*innen beraten den Voglhof in Dietersburg

Wie klappt die klimafreundliche Landwirtschaft? Schüler*innen beraten den Voglhof in Dietersburg

Eine kleine Manufaktur mit Solaranlagen, Pfandgläsern, Automaten für nachhaltige Produkte, Videos über deren Herstellung und einem spannenden Workshopangebot für Interessierte – das ist die Vision der Schüler*innen des P-Seminars Biologie des Karl-von-Closen Gymnasiums in Eggenfelden. Ende Mai entwickelten sie diese Ideen gemeinsam mit den Forscherinnen der Universität Innsbruck, Nina Liebhaber und Melanie Frick.

Die Herstellung von Lebensmitteln ist ein wichtiger Bereich, wenn es darum geht, klimafreundlicher zu werden. Etwa ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen wird der Lebensmittelproduktion zugeschrieben. Karin und Tobi Neumaier bemühen sich auf ihrem idyllisch gelegenen Voglhof bereits seit etlichen Jahren um möglichst nachhaltige Produktion. Somit war der Hof der ideale Ort, um etablierte Klimaschutzmaßnahmen kennenzulernen. Im Sinne des Forschungsprojekts k.i.d.Z.21_aCtiOn2 stellten sich die Forscherinnen und Schüler*innen zudem die schwierige Aufgabe, weitere Potentiale zu identifizieren, wie noch klimafreundlicher gewirtschaftet werden könnte. Keine einfache Aufgabe – da waren sich alle einig. Dennoch entwickelten die Schüler*innen kreative, effektive und umsetzbare Vorschläge zur weiteren Reduktion von Emissionen.

Statt sich in der Schule theoretisch mit Nachhaltigkeit zu beschäftigten, verlegten die Schüler*innen des P-Seminars ihren Unterricht mit ihrem Biologielehrer, Matthias Röckl, an den Voglhof, wo sie von Karin und Tobi Neumaier herzlich empfangen wurden. Die beiden führen den kleinen Hof mit Leib und Seele und berichteten aus ihrem Alltag in ihrer kleinen Manufaktur. „Urgeschmack“, Regionalität und Saisonalität – unter diesem Motto stellen sie Fruchtaufstriche, Sauerkonserven und saisonale Köstlichkeiten her. Auf einem Hofrundgang erkundeten die Schüler*innen die Weiden der kleinen Wasserbüffelherde, deren Stall sowie den schönen Obstgarten und die vielen Gemüsebeete. Karin Neumaier weihte die Besucher*innen dabei auch in einige ihrer Gartentipps und Experimente ein, etwa, dass Tomaten und Zwiebel zusammen gepflanzt werden sollten und was man aus der kaum mehr bekannten Mispel herstellen kann. In die Küche durften die Schüler*innen später auch selbst aktiv werden und stellten kleine Gläser mit fermentierten Radieschen her. Deren Blätter verarbeitete die Küchenchefin in köstliches Radieschenblätterpesto, mit dem sich alle Fleißigen stärken durften. Die Schüler*innen beschäftigen sich auch in ihrem P-Seminar bei Matthias Röckl mit der Herstellung und Vermarktung von Lebensmitteln und waren entsprechend begeistert von dieser Praxiserfahrung.

Auf der Suche nach nachhaltigen Potentialen durften die Jugendlichen alles genau unter die Lupe nehmen. Nach dem Prinzip des forschenden Lernens wählten die Schüler*innen in der Forschungsbildungskooperation k.i.d.Z.21_aCtiOn2 Themen, die sie selbst interessierten und bei denen sie die Reduktion von Emissionen für möglich erachteten. Gemeinsam mit den Forscherinnen hinterfragten sie kritisch den Status Quo und erarbeiteten anschließend konkrete und effektive Lösungsvorschläge. Schließlich entschieden sich die jungen Erwachsenen für folgende Themen:

  • Wie kann ein funktionierendes Pfandrückgabesystem für die verwendeten Einweckgläser umgesetzt werden?
  • (Wie) Kann der Hof mit neuen Solarpanelen klimaneutral werden?
  • Wie könnte durch einen zentralen kontaktlosen Verkaufsautomaten (Regiomaten) die Anfahrt der Kund*innen verkürzt und die Nachfrage gesteigert werden?
  • Wie könnte ein Imagefilm über den Voglhof von Nutzen sein und was müsste darin zu sehen sein?
  • Und welche Workshops könnten für Kinder und Jugendliche angeboten werden, um sie mit Lebensmitteln und deren Produktion vertraut zu machen?

Während der drei Projekttage galt es, die Ideen und Lösungsvorschläge so konkret wie möglich auszuarbeiten. Kosten und Nutzen für Karin und Tobi Neumaier wurden analysiert. Die möglichst detailgenauen Vorschläge sollten für die beiden leicht weiter zu verfolgen sein. Zur Unterstützung der Erarbeitung von möglichen Maßnahmen sowie deren Finanzierungsoptionen war außerdem Martin Fleischmann vom Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten Landau a. d. Isar-Pfarrkirchen vor Ort und stand den Schüler*innen bei Fragen zur Seite. 

Zum Abschluss der Projekttage präsentierten die Schüler*innen ihre Überlegungen und Ergebnisse dem Voglhof-Team. Anwesend waren außerdem Schulleiterin des Karl-von-Closen Gymnasiums, Frau Raith, sowie Ludwig Reil, Vorsitzender vom Direktvermarkter Verband Rottal-Inn. Bemerkenswert waren die Kreativität und Genauigkeit, die in den Ideen der Schüler*innen steckten. Dabei achteten sie besonders darauf, dass die klimafreundlichen Maßnahmen realistisch und möglichst direkt umsetzbar waren. Nicht nur Karin und Tobi Neumaier waren begeistert von den detaillierten und äußerst hilfreichen Ideen und haben zugesichert, einige der neuen Vorschläge möglichst bald umzusetzen. Auch die Jugendlichen haben viel mitgenommen: Vor allem der nachhaltige Umgang mit Natur und Tieren hat sie überzeugt, und einige von ihnen wollen sich dieses Jahr auch im eigenen Garten und der eigenen Küche austoben. Längst nicht selbstverständlich ist es auch für die Klimabildungsforscherinnen so direkt forschen und klimafreundliche Veränderungen bewirken zu können. So konnten im Sinne der transdisziplinären Zusammenarbeit am Ende alle Projektbeteiligten viel lernen. Wir wünschen dem Voglhof alles Gute für die Zukunft, und für alle, die ihn noch nicht kennen: schaut mal vorbei, in Dietersburg oder auf Instagram!

20. Mai 2022
von Melanie Frick
Kommentare deaktiviert für K.i.d.Z.21_aCtiOn2 im Würth Hochenburger Baumarkt in Innsbruck

K.i.d.Z.21_aCtiOn2 im Würth Hochenburger Baumarkt in Innsbruck

Vier Tage lang hatten die Jugendlichen aus dem Reithmann Gymnasium (Innsbruck) die Möglichkeit, den Würth Hochenburger Baumarkt in Innsbruck genauer unter die Lupe zu nehmen, zu recherchieren, MitarbeiterInnen und KundInnen zu befragen und Potentiale für mehr Klimafreundlichkeit zu entdecken.

Zum Auftakt gab es für die Schülerinnen und Schüler eine Führung durch das Gebäude und einzelne Abteilungen im Baumarkt wurden vorgestellt, hier bekamen sie einen groben Überblick und konnten erste Fragen stellen. Im Anschluss daran beschäftigten sich die Jugendlichen in Kleingruppen damit, Potentiale zu erkennen und Hintergründe zu erforschen. Die Jugendlichen haben KundInnen und MitarbeiterInnen befragt, Lampen gezählt und deren Stromverbrauch berechnet, sowie nach Lösungen recherchiert oder Beobachtungen angestellt.

Ein wichtiger Ansatz im Projekt k.i.d.Z.21_aCtiOn2 ist das kritische Hinterfragen von Sachverhalten und dessen Ursachenforschung, um anschließend konkrete und effektive Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Daraufhin legten sich die SchülerInnen auf folgende Themen fest:

  • Wo kann Verpackungsmüll reduziert werden?
  • Wie kommt eine klimafreundliche Produktecke bei den KundInnen an?
  • Wie kann die Anfahrt der MitarbeiterInnen klimafreundlicher gestaltet werden?
  • Wie können klimafreundliche Produkte gekennzeichnet werden
  • Welche Energieeinsparpotentiale gibt es in der Innsbrucker Filiale?

Das Projekt wurde von Nina Liebhaber und Melanie Frick, Mitarbeiterinnen der Universität Innsbruck und der Tirol Klinik begleitet. Ein Highlight in der Projektwoche war der Austausch mit Simon Meinschad dem Geschäftführer der hollu Systemhygiene Gmbh, ein Unternehmen das mit gutem Beispiel voran geht und die Unternehmensstrategie anhand der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDG’s) ausgerichtet hat. Er nahm sich die Zeit und eröffnete den SchülerInnen in einem Gespräch spannende Praxisbeispiele und eine neue Sicht auf die Dinge. Herr Meinschad glaubt daran, dass die Welt voller Lösungen steckt und bestätigte die jungen Menschen in ihrem Denken und ihren Ansätzen. Außerdem ging er konkret auf die Ideen der SchülerInnen ein und gab Ihnen Tipps bei der Ideenentwicklung. Zur weiteren Unterstützung waren die WissenschaftlerInnen Lars Keller, Katharina Hüfner und Gerd Michelsen vor Ort und sorgten für einen spannenden Austausch. Außerdem standen die MitarbeiterInnen des Baumarkts jeder Zeit für Rückfragen zur Verfügung und unterstützen damit die Jugendlichen.

Am letzten Tag stellten die SchülerInnen ihre Projektergebnisse MitarbeiterInnen aus der Personalabteilung, dem Immobilien- und Facility Management, der Bereichsleitung und der Marktleitung des Baumarkts vor. Neben spannendem Feedback gab es dabei viel Anerkennung und Dankbarkeit für die jungen KlimaschützerInnen. Auf die Rückfrage, ob junge Menschen bei Arbeitgeber Suche auf Nachhaltigkeit achten würden, war die Antwort der 6 B klar und eindeutig: „Definitiv spielt das eine wichtige Rolle und auch wenn wir als KundInnen in den Baumarkt gehen, würden wir Schrauben lieber in einem Papiersackerl als in Folie kaufen.“

Ein ganz großer Dank geht an die 6 B und ihrem Klassenleiter Dietmar Neururer. Ihr habt wertvolle Ergebnisse erzielt und viele Potentiale aufgezeigt! Jetzt liegt es an den MitarbeiterInnen des Würth Hochenburger Baumarkts, etwas aus den Ergebnissen zu machen und anderen Baumärkten als klimafreundliches Vorbild voranzugehen. Bei den Befragungen von KundInnen war allerdings eine ganz klare Tendenz erkennbar: Das Interesse an klimafreundlichen Produkten ist vorhanden und wird in Zukunft vermutlich noch weiter steigen.

4. April 2022
von Veronika Deisenrieder
Kommentare deaktiviert für Kick-off „k.i.d.Z.21 – kompetent in die Zukunft“ – in der Schule, wo Alles begann

Kick-off „k.i.d.Z.21 – kompetent in die Zukunft“ – in der Schule, wo Alles begann

Nach zwei Jahren in virtueller Form wurde das Programm zur Klimawandelbildung „k.i.d.Z.21 – kompetent in die Zukunft“ endlich wieder durch eine feierliche Kick-Off Präsenzveranstaltung in der Aula des Karl-von-Closen (KvC) Gymnasiums eröffnet.

Rund 90 SchülerInnen der 8. Klassen, deren Lehrpersonen, sowie ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis nahmen am 18. März teil. Nach einem Impulsvortrag von Lars Keller, dem Gründer von k.i.d.Z.21, wurden drei Siegerlogos im Rahmen des Logowettberwerbs gekürt.

Danach durften sich die SchülerInnen im Rahmen vier verschiedener Workshops unter Leitung diverser ExpertInnen genauer mit Themen zum Klimawandel auseinandersetzen: vom Lernen über nachwachsende Rohstoffe und Ressourcenalternativen, über Fragen des Umweltschutzes, bis zu kreativen Entwürfen von Alltags- und Zukunftszenarien. Auch eine kritische Diskussion zur Gestaltung der Klimawandelbildung im 21. Jahrhundert durfte nicht fehlen. Schließlich wurden im Plenum die Ergebnisse zusammengetragen und Schlussfolgerungen für Bewusstseinsbildung zum Klimawandel gezogen.

Während des restlichen k.i.d.Z.21 Schuljahres gestalten SchülerInnen im fächerübergreifenden Unterricht selbstständig individuelle Schulprojekte zum Klimawandel (z.B. Podcasts zum Klimawandel, die Berechnung des CO2-Fußabdrucks zu Zeiten der Römer oder klimafreundliche DIY-Workshops für Kosmetikprodukte). Als Höhepunkt von k.i.d.Z.21 gelten die Forschungswochen in Obergurgl am Ende des Schuljahres auch für die Eggenfeldender SchülerInnen und Lehrerpersonen. In Begleitung von ExperttInnen verschiedener sozial- und naturwissenschaftlichen Disziplinen (z.B. Tourismus, Ethik, Gletscher/Frost, Vegetation/Boden) wird dort der Klimawandel mit seinen Folgewirkungen an entsprechenden Stationen im Gelände erforscht, z.B. bei der Begehung des Gaisbergferner Gletschers.

Einst die Pionierschule einer länderübergreifenden Initiative zur Klimawandelbildung, verbindet das KvC Eggenfelden mit der Universität Innsbruck mittlerweile nicht nur eine gute Dekade partnerschaftlicher Zusammenarbeit, sondern auch eine langjährige Freundschaft, welche zusätzlich durch die Veranstaltung gewürdigt wurde. Wir freuen uns auf weitere Jahre freundschaftlicher und effektiver Zusammenarbeit.

Herzlichen Dank an alle SchülerInnen, Lehrpersonen und ExpertInnen, die am Kick-Off 21/22 in Eggenfelden beteiligt waren!

4. November 2021
von Susanne Kubisch
Kommentare deaktiviert für k.i.d.Z.21 star­tete ins neue Schul­jahr 2021/22

k.i.d.Z.21 star­tete ins neue Schul­jahr 2021/22

Am 15. Oktober nahmen in der SOWI-Aula insgesamt 172 SchülerInnen der 4. Klassen mit begleitenden Lehrpersonen des Bundesrealgymnasiums (BRG) in der Au sowie des Akademischen Gymnasiums Innsbruck (AGI) teil. Unterstützt wurden diese durch lokale ExpertInnen aus den Bereichen Natur- und Klimaschutz, der Jugendbewegung FridaysForFuture (FFF) sowie der Universität Innsbruck. Wie jedes Jahr nahm auch LH-StV Mag. Ingrid Felipe teil, die die Bedeutung der jungen Generation und deren notwendigen Einfluss auf politische Maßnahmen betonte. In unterschiedlichen Formaten arbeiten die Schulen ganzjährig mit der Universität Innsbruck zusammen. Ziel der Forschungs-Bildungs-Kooperation ist es, die Jugendlichen als ZukunftsträgerInnen für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorzubereiten. Dafür soll insbesondere die Wahrnehmung und das Bewusstsein für den Klimawandel gesteigert werden, individuelle Handlungs- und Anpassungsfähigkeit erhöht, sowie die Selbstwirksamkeit in Bezug auf klimafreundliches Handeln gestärkt werden.

Der Kick-Off dient als Einstieg in eine spannende Zusammenarbeit zwischen SchülerInnen und WissenschaftlerInnen. Während des diesjährigen Kick-Off Events diskutierten die SchülerInnen in Kleingruppen gemeinsam mit wissenschaftlichen ExpertInnen verschiedene Schlagworte in Verbindung mit dem Klimawandel auf einer globalen, abstrakten Ebene (z. B. Nachhaltigkeit) bis hin zu einer lokalen, persönlichen Ebene (z. B. meine (Zukunfts-)vision, meine Stadt) (siehe Foto). In einer dritten Runde machten sich SchülerInnen Gedanken, inwiefern sie dem Klimawandel in ihrem eigenen Leben bereits begegnet sind und teilten dies in Form einer Geschichte mit dem SenseMaker Tool. Zu Ende des Kick-Offs wurden die Gruppenergebnisse vorgestellt und die SchülerInnen vom k.i.d.Z.21-Team und LH-StV Mag. Ingrid Felipe verabschiedet.

SchülerInnen diskutieren im Kick-Off ihre Visionen für eine nachhaltige Zukunft (Foto: Susanne Kubisch)
Gemeinsam auf den Spuren des Klimawandels (Foto: Susanne Kubisch)

Über ein gesamtes k.i.d.Z.21-Schuljahr gestalten SchülerInnen im fächerübergreifenden Unterricht zum Thema Klimawandel selbstständig individuelle Schulprojekte (z.B. Betreuen von Bienenvölkern, Bilden von Fahrradgemeinschaften zur Schule oder Durchführen vegetarischer Wochen). Der Höhepunkt findet am Ende des Schuljahres im Rahmen der ForscherInnenwoche im Alpinen Hochgebirge statt. In Begleitung von ExpertInnen aus verschiedenen sozial- und naturwissenschaftlichen Disziplinen (z.B. Tourismus, Ethik, Gletscher, Vegetation, Boden und Ernährung) erforschen SchülerInnen den Klimawandel mit seinen Folgeerscheinungen im Gelände, z.B. im Rahmen einer Gletscherbegehung.

Das Projekt wird von der Arbeitsgruppe „Education and Communication for Sustainable Development“ (EDUCOMSD) des Instituts für Geographie koordiniert und wissenschaftlich begleitet. Mithilfe standardisierter Befragungen werden Konzepte der SchülerInnen erfasst, um das Projekt fortlaufend zu evaluieren und weiter zu entwickeln.

Herzlichen Dank an alle SchülerInnen und Lehrpersonen, die an der Kick-off Veranstaltung beteiligt waren und insbesondere an unsere helfenden Studierenden sowie an die ExpertInnen des Naturparks Karwendel, Natopia, Abteilung Waldschutz Land Tirol, FFF und an die Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe.

Sandra Parth & Veronika Deisenrieder


22. Juli 2021
von Karin Oberauer
Kommentare deaktiviert für Lehrer*innen aus ganz Österreich beschäftigen sich mit Klimawandel(folgen) in Obergurgl

Lehrer*innen aus ganz Österreich beschäftigen sich mit Klimawandel(folgen) in Obergurgl

Ein besonderes Highlight des k.i.d.Z.21 – Jahres 2021 sind die beiden Lehrer*innen-Fortbildungen, die im Zeitraum von 11.-17. Juli mit insgesamt 26 Lehrpersonen aus ganz Österreich in Obergurgl (Tirol) stattfinden konnten. Durch das Setting im Hochgebirge als Grundlage dieser Fortbildung, wurde so viel Zeit wie möglich im Freien verbracht. Dadurch konnten die aktuellen Covid19-Maßnahmen entsprechend eingehalten werden und die Sicherheit für alle Beteiligten gewährleistet werden.

Skizzieren im Gelände: Sind Spuren früherer Vergletscherung sichtbar?

Da die Lehrpersonen in diesem Jahr keine teilnehmenden Schüler*innen kennen lernen konnten, lag der Fokus auf dem eigenen Erleben und Erforschen des Gebietes, wie es im Normalfall auch für die Schüler*innen vorgesehen ist. Am jeweils zweiten Tag der Fortbildung erforschten die Lehrer*innen mit Hilfe von (historischen) Karten, aber vor allem durch die Beobachtung der Geländeformen, den Gletscherrückgang seit 1850. Bei dieser Tätigkeit wurden sie vom Experten und Veranstaltungsleiter Lars Keller begleitet. Im Zuge der Umweltethik-Station, die von der erfahrenen Expertin Anita Keij begleitet wurde, setzten sich die Teilnehmer*innen intensiv mit Mensch-Umwelt-Beziehungen und ethischen Fragestellungen auseinander. Zwischen den aktiven Phasen, in denen die Teilnehmer*innen eigene Erfahrungen sammeln konnten, boten Impulsvorträge, zum Beispiel über die aktuelle Klimawandelforschung von Hans Stötter, über Bildung für nachhaltige Entwicklung von Lars Keller, oder über die Forschungstätigkeiten in Obergurgl von Klaus Schallhart, die Möglichkeit zum Austausch.

k.i.d.Z.21 wächst kontinuierlich weiter! Darum bekamen die Teilnehmer*innen am letzten Vormittag genügend Raum und Zeit noch offene Fragen zu klären, sich miteinander zu vernetzen und die Strukturen der eigenen Schulen zu diskutieren. Somit wurden die ersten Schritte für eine Umsetzung von k.i.d.Z.21 im nächsten Schuljahr 2022 gesetzt. Wir freuen uns sehr über die positiven Rückmeldungen und die Motivation der teilnehmenden Lehrer*innen k.i.d.Z.21 zukünftig an der eigenen Schule zu etablieren. Schritt für Schritt können wir so einen Beitrag zur Veränderung der Welt leisten.

Am Gaisbergferner erforschern die Lehrer*innen Spuren des Gletscherrückgangs.

9. Dezember 2020
von Susanne Kubisch
Kommentare deaktiviert für Schüler*innen werden zu Wissenschaftler*innen – Mit Masken auf den Spuren des Klimawandels

Schüler*innen werden zu Wissenschaftler*innen – Mit Masken auf den Spuren des Klimawandels

Dieses Schuljahr wurde die Forschungs-Bildungs-Kooperation k.i.d.Z.21 – kompetent in die Zukunft durch den Ausbruch des Covid-19 Virus mit erschwerten Bedingungen konfrontiert. Die Pandemie hat sowohl die teilnehmenden Schulen, als auch die Universität Innsbruck (UIBK) vor neue organisatorische Herausforderungen gestellt. Während der Auftakt des Projektes, die Kick-Off Veranstaltung gegen Ende des letzten Jahres, noch in gewohnter Weise stattfinden konnte, wurde die Entwicklung der individuellen Projekte der Schüler*innen im Laufe des Schuljahres durch Ausgangsbeschränkungen und Homeschooling erschwert. Die Forscher*innen Woche, die am Ende des Schuljahres normalerweise das Highlight für die Schüler*innen darstellt, musste für die meisten teilnehmenden Schulen abgesagt werden. Während der Forscher*innen Woche bekommen die Schüler*innen die Möglichkeit, in einem authentischen Lernsetting gemeinsam mit Expert*innen und lokalen Partner*innen, den Klimawandel in seinen verschiedenen Facetten zu erforschen.

Da die Zahl der Neuinfizierten aufgrund der strengen Maßnahmen während der Sommermonate nachgelassen hat, waren wir, die Organisator*innen und Wissenschaflter*innen der Arbeitsgruppe Education and Communication for Sustainable Development der UIBK, froh, dass zumindest eine Forscher*innen Woche mit der HBLW Linz in Schladming durchgeführt werden konnte. Die Forscher*innen Woche wurde den geltenden Bestimmungen und Regelungen durch Covid-19 entsprechend so verändert, dass die Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden konnten und somit das Risiko einer Ansteckung für alle Beteiligten minimiert wurde. Es gibt keine Herausforderung, von der man nicht lernen kann.

Wir haben vier schöne Tage, reich an Erfahrungen in Schladming und Umgebung verbracht. Neben den Zusammenhängen von Klimawandel, Gletscher, Umweltethik und Tourismus, und den lokalen Auswirkungen des Klimawandels, haben die Schüler*innen, Lehrerinnen und wir viele verschiedene Perspektiven kennengelernt und einiges über Solidarität gelernt. Die Schüler*innen haben nicht nur zusammengehalten, indem sie in den Seminarräumen und in der Jugendherberge immer Masken trugen, sondern sie haben sich auch bei der kräftezehrenden Wanderung in strömendem Regen während der Umweltethik Station gegenseitig unterstützt und motiviert.

Philosophieren über den Klimawandel (Foto: Angelina Klein)

Nach der Begrüßung am ersten Tag wurden Daten zu den Prä-Konzepte der Schüler*innen zum Thema Klimawandel in verschiedenen gesellschaftsrelevanten Bereichen erhoben. Am zweiten Tag ging es mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Dachstein bzw. zum Schladminger Gletscher. Während der Gletscherstation und der nahegelegenen Umweltethikstation entwickelten die Schüler*innen ihre ersten eigenen Forschungsfragen und gingen diesen vor dem Hintergrund des Klimawandels auf die Spur.

Dem Klimawandel auf der Spur (Foto: Angelina Klein)

Dabei wurden sie von einem Glaziologen und einer Expertin für Umweltethik unterstützt. Am dritten Tag, durchliefen die Schüler*innen in Kleingruppen die verschiedenen Phasen der Tourismusstation in Schladming. Nach der Entwicklung von Forschungsfragen machten sie sich in der Stadt auf den Weg Einheimische und Tourist*innen zu befragen, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Am Ende des Tages diskutierten wir gemeinsam ihre Eindrücke und ihre Ergebnisse. Zusätzlich fragten wir ihre Post-Konzepte zum Klimawandel ab, um herauszufinden, ob sich über die Tage etwas in ihrer Einstellung und Perspektive zum Klimawandel verändert hat.

Am letzten Tag, dem Synthesetag, bekamen die Schüler*innen die Möglichkeit mit zwei Stakeholdern der Region, dem technischen Leiter der Bergbahnen, sowie der Büroleitung des Tourismusverbandes Schladming, ihre Eindrücke und Perspektiven auszutauschen und auf offene Fragen eine Antwort zu bekommen. Die Forscher*innen Woche wurde mit einem Interview der Schüler*innen und einer Verabschiedung beendet.

Alle Schüler*innen können sehr stolz auf sich sein, die durch das Wetter herausfordernde Wanderung während der Umweltethikstation und der Kälte am Gletscher getrotzt zu haben. Doch nicht nur das, wir sind uns sicher, dass sie alle viel Neues erfahren haben und immer noch über den Klimawandel philosophieren und darüber nachdenken wie sie in ihrem eigenen Leben zum Klimaschutz beitragen können.

26. November 2019
von Franzi Allerberger
Kommentare deaktiviert für k.i.d.Z.21 aktiv kick-off Veranstaltung 2019 mit Fridays For Future Innsbruck

k.i.d.Z.21 aktiv kick-off Veranstaltung 2019 mit Fridays For Future Innsbruck

Mit ganz viel Lebendigkeit wurde die Sowi-Aula der Universität Innsbruck am 18.11.2019 gefüllt, als ca. 250 SchülerInnen von fünf Tiroler Schulen zur k.i.d.Z.21 aktiv kick-off Veranstaltung zusammengekommen sind. Diese Veranstaltung bildet den offiziellen Auftakt für das k.i.d.Z.21 Schuljahr, an dem mit Dr. Christian Dobler, Dr. Christian Bidner und LHSTVin Ingrid Felipe auch VertreterInnen des Landes (Fördergeber von k.i.d.Z.21 aktiv) teilgenommen haben. Dabei wurden u.a. die Logos, die die SchülerInnen entworfen haben, prämiert – die Vielfalt und Kreativität der Logos ist mehr als beeindruckend (siehe Abbildung).

Beispiele der Logos, die die SchülerInnen entworfen haben.

Der kurze Vortrag von Anna-Lena Habsburg und Sammy Chebbo, beide VertreterInnen von Fridays For Future Innsbruck, gab einen entscheidenden Impuls für die anschließende (Podiums-)Diskussion. An dieser nahmen neben Anna-Lena Habsburg und Projektleiter Prof. Dr. Johann Stötter auch Annika Ebenhoch (k.i.d.Z.21 SchülerInnen im Schuljahr 2018/19) und LHSTVin Ingrid Felipe teil. Die Fragen der SchülerInnen zielten nicht nur auf spezielle Aspekte des Klimawandels ab, sondern z.B. auch auf das alltägliche Konsumverhalten sowie der Gestaltung von und den Inhalten im Schulunterricht.

Anna-Lena Habsburg und Sammy Chebbo von FridaysForFuture Innsbruck gaben in ihrem Impulsvortrag u.a. Einblicke in ihr Engagement. Foto: Kubisch 2019.

Im Anschluss an diese durchaus lebendige Diskussion hatten die SchülerInnen die Möglichkeit, in Kleingruppen gemeinsam Ideen für Projekte zu entwickeln, die sie bis Ende des Schuljahres umsetzen werden. Ein wichtiger Aspekt war auch die Beurteilung der Projekte hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit im zeitlich begrenzten Rahmen des Schuljahres und der Lust bzw. Motivation, die die SchülerInnen für die Durchführungen der einzelnen Projekte jeweils mitbringen. Mit all diesen Inspirationen und Ideen starten die Jugendlichen nun in das weitere Projektjahr – wir sind schon sehr gespannt, welche Ideen letztendlich in die Tat umgesetzt werden!

SchülerInnen entwickeln Ideen für ihre Projekte. Foto: Kubisch 2019.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Global Education Week unter dem Motto „Wake up! This is the final call for climate“ statt.

7. November 2019
von Franzi Allerberger
Kommentare deaktiviert für Save the Date: k.i.d.Z.21 LehrerInnenfortbildung 13.07-16.07.2020

Save the Date: k.i.d.Z.21 LehrerInnenfortbildung 13.07-16.07.2020

Alle motivierte, engagierte und k.i.d.Z.21-interessierte LehrerInnen aufgepasst:
Auch im Sommersemester 2020 wird eine k.i.d.Z.21-LehrerInnenfortbildung in Obergurgl/Ötztal durchgeführt!

Im Zuge der Fortbildung lernen die Teilnehmenden das k.i.d.Z.21-Konzept nicht nur in Theorie, sondern auch in der Praxis kennen, indem sie auf Exkursionen im Gebirgsraum in Kooperation mit Expertinnen und Experten selbst den Klimawandel und seine Folgeerscheinungen erkunden. Gemeinsam mit dem Projektteam erarbeiten sie Möglichkeiten der Umsetzung der Kerngedanken an ihren jeweiligen Schulstandort. Im Anschluss an die Fortbildung werden LehrerInnen bei der Umsetzung der k.i.d.Z.21-Projektideen an ihren Schulen von einem vielseitigen Partnerinnen und Partner-Netzwerk unterstützt.

Besonderheit in diesem Jahr:
Die Fortbildung findet im gleichen Zeitraum der Forscherwoche der Pilotschule (KvC Eggenfelden) statt. Damit erhalten die TeilnehmerInnen einen unmittelbaren Einblick in das Projektgeschehen und haben die Möglichkeit, sich mit Lehrkräften der Pilotschule auszutauschen.

Zeitraum und Ort der Fortbildung
13.07.2020 – 16.07.2020 | Obergurgl

Kosten:
Das Seminar findet am Universitätszentrum Obergurgl (Ötztal/Tirol) statt. Tarif für Übernachtung pro Person und Tag im Doppelzimmer inkl. Halbpension ca. 70 €.

Anmeldung:
Die Anmeldung ist ausschließlich über PH-Online der PH Tirol (https://www.ph-online.ac.at/pht, VA-Nummer 7F9.BNA5A02) und nur bis 30.11.2019 möglich.

Weitere Informationen zur Fortbildung finden sie außerdem hier.

16. Oktober 2019
von Susanne Kubisch
Kommentare deaktiviert für „Tu was, dann tut sich was“

„Tu was, dann tut sich was“

… so startet unsere neue Partnerschule, die HBLW Linz, mit einem beeindruckenden Kick-Off in das k.i.d.Z.21 2019/2020 Jahr. Wir, das Projektteam, freuen uns, euch Alle bei k.i.d.Z.21 begrüßen zu dürfen!

„Tu was, dann tut sich was“, denn nur wenn man etwas tut, dann tut sich auch etwas. Unter diesem Motto startet Marlene Fritz mit Ihren SchülerInnen der Klasse 2CFW bei k.i.d.Z.21. Marlene hat bereits im Jahr 2017 an der k.i.d.Z.21 LehrerInnenfortbildung in Obergurgl teilgenommen und war beeindruckt von der Gebirgslandschaft. Das wollte Sie auch Ihren SchülerInnen ermöglichen, und daher geht es für die SchülerInnen im September 2020 in der Alpine Research Week, zwar nicht nach Obergurgl, aber dafür in das nähergelegene Schladming am Dachstein. Dort werden sie sich gemeinsam mit ExpertInnen und WissenschaftlerInnen des Institutes für Geographie der Universität Innsbruck auf die Spuren des Klimawandels und dessen Folgeerscheinungen im Gebirge machen. 

Ein Schmaus für Augen und Gaumen.

In einem mit allen Sinnen erfahrbaren Kick-Off – ein Schmaus für Augen und Gaumen – präsentierten die SchülerInnen Ihre Ernte aus eigens im Schulgarten angebauten Produkten zunächst auf Plakaten und brachten diese anschließend als schmackhafte Gerichte auf den Teller.  

„Bereit zum Loslegen“.

Regionale Produkte, länderübergreifende Gerichte, von Afghanistan über Italien bis nach Linz. Mit Äpfeln, Kartoffeln und Tomaten zauberten  die SchülerInnen, die aus verschiedenen Herkunftsländern kommen, in der Schulküche aus regionalen Produkten Gerichte aus ihrem Herkunftsland. Von afghanischen Sambosas, über Kartoffelkäs, über Bruscetta, war für jeden Geschmack etwas dabei.

Das k.i.d.Z.21 Projektjahr beginnen die SchülerInnen nun mit einem gelungenen Kick-Off und wir sind gespannt, welche Projekte sie sich im kommenden Schuljahr einfallen lassen.