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"Das Projekt k.i.d.Z.21 war und ist für mich ein Beispiel dafür, wie man Umweltprobleme angehen muss. "

Prof. Dr. Mojib Latif, beteiligter Experte im Schuljahr 2012/13

7. November 2019
von Franzi Allerberger
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Save the Date: k.i.d.Z.21 LehrerInnenfortbildung 13.07-16.07.2020

Alle motivierte, engagierte und k.i.d.Z.21-interessierte LehrerInnen aufgepasst:
Auch im Sommersemester 2020 wird eine k.i.d.Z.21-LehrerInnenfortbildung in Obergurgl/Ötztal durchgeführt!

Im Zuge der Fortbildung lernen die Teilnehmenden das k.i.d.Z.21-Konzept nicht nur in Theorie, sondern auch in der Praxis kennen, indem sie auf Exkursionen im Gebirgsraum in Kooperation mit Expertinnen und Experten selbst den Klimawandel und seine Folgeerscheinungen erkunden. Gemeinsam mit dem Projektteam erarbeiten sie Möglichkeiten der Umsetzung der Kerngedanken an ihren jeweiligen Schulstandort. Im Anschluss an die Fortbildung werden LehrerInnen bei der Umsetzung der k.i.d.Z.21-Projektideen an ihren Schulen von einem vielseitigen Partnerinnen und Partner-Netzwerk unterstützt.

Besonderheit in diesem Jahr:
Die Fortbildung findet im gleichen Zeitraum der Forscherwoche der Pilotschule (KvC Eggenfelden) statt. Damit erhalten die TeilnehmerInnen einen unmittelbaren Einblick in das Projektgeschehen und haben die Möglichkeit, sich mit Lehrkräften der Pilotschule auszutauschen.

Zeitraum und Ort der Fortbildung
13.07.2020 – 16.07.2020 | Obergurgl

Kosten:
Das Seminar findet am Universitätszentrum Obergurgl (Ötztal/Tirol) statt. Tarif für Übernachtung pro Person und Tag im Doppelzimmer inkl. Halbpension ca. 70 €.

Anmeldung:
Die Anmeldung ist ausschließlich über PH-Online der PH Tirol (https://www.ph-online.ac.at/pht, VA-Nummer 7F9.BNA5A02) und nur bis 30.11.2019 möglich.

Weitere Informationen zur Fortbildung finden sie außerdem hier.

16. Oktober 2019
von Susanne Kubisch
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„Tu was, dann tut sich was“

… so startet unsere neue Partnerschule, die HBLW Linz, mit einem beeindruckenden Kick-Off in das k.i.d.Z.21 2019/2020 Jahr. Wir, das Projektteam, freuen uns, euch Alle bei k.i.d.Z.21 begrüßen zu dürfen!

„Tu was, dann tut sich was“, denn nur wenn man etwas tut, dann tut sich auch etwas. Unter diesem Motto startet Marlene Fritz mit Ihren SchülerInnen der Klasse 2CFW bei k.i.d.Z.21. Marlene hat bereits im Jahr 2017 an der k.i.d.Z.21 LehrerInnenfortbildung in Obergurgl teilgenommen und war beeindruckt von der Gebirgslandschaft. Das wollte Sie auch Ihren SchülerInnen ermöglichen, und daher geht es für die SchülerInnen im September 2020 in der Alpine Research Week, zwar nicht nach Obergurgl, aber dafür in das nähergelegene Schladming am Dachstein. Dort werden sie sich gemeinsam mit ExpertInnen und WissenschaftlerInnen des Institutes für Geographie der Universität Innsbruck auf die Spuren des Klimawandels und dessen Folgeerscheinungen im Gebirge machen. 

Ein Schmaus für Augen und Gaumen.

In einem mit allen Sinnen erfahrbaren Kick-Off – ein Schmaus für Augen und Gaumen – präsentierten die SchülerInnen Ihre Ernte aus eigens im Schulgarten angebauten Produkten zunächst auf Plakaten und brachten diese anschließend als schmackhafte Gerichte auf den Teller.  

„Bereit zum Loslegen“.

Regionale Produkte, länderübergreifende Gerichte, von Afghanistan über Italien bis nach Linz. Mit Äpfeln, Kartoffeln und Tomaten zauberten  die SchülerInnen, die aus verschiedenen Herkunftsländern kommen, in der Schulküche aus regionalen Produkten Gerichte aus ihrem Herkunftsland. Von afghanischen Sambosas, über Kartoffelkäs, über Bruscetta, war für jeden Geschmack etwas dabei.

Das k.i.d.Z.21 Projektjahr beginnen die SchülerInnen nun mit einem gelungenen Kick-Off und wir sind gespannt, welche Projekte sie sich im kommenden Schuljahr einfallen lassen.

13. September 2019
von Franzi Allerberger
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Alle müssen handeln – Wir ziehen das durch!

Alle müssen handeln – Wir ziehen das durch!“
Unter diesem Motto haben die SchülerInnen und Lehrkräfte der NMS Scheiblingkirchen ein Video erstellt, in dem sie einen Einblick geben, wie sie das k.i.d.Z.21-Projekt im vergangenen Schuljahr (2018/19) umgesetzt haben. Ein großes Highlight war ihre k.i.d.Z.21-Forscherwoche in Obergurgl/Tirol, in der die SchülerInnen gemeinsam mit WissenschaftlerInnen die bereits sichtbaren Folgen des Klimawandels erforscht haben. Aber da Bilder mehr sagen als tausend Worte seht einfach selbst:

Link zum Video: „Klimaprojekt schaut auf die Welt“

Forscherwoche der NMS Scheiblingkirchen in Obergurgl. Foto: Giefing-Ungersböck 2019.

22. Juli 2019
von Franzi Allerberger
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Alle Jahre wieder: Forscherwoche des KvC Eggenfelden in Obergurgl

Traditionelle Mitte Juli (15.07-19.07.2019) machten sich die SchülerInnen der k.i.d.Z.21-Pilotschule KvC Eggenfelden auf den Weg nach Obergurgl. Auf dem Programm der Forscherwoche standen dabei nicht nur Stationen zu den Themenbereichen „Gletscher“, „Boden“, „Tourismus“ und „Umweltethik“, sondern auch ein abwechslungsreiches Abendprogramm sowie ein diskussionsreicher Synthese-Tag.

Hoch hinaus ging es gleich zu Beginn der Forscherwoche: Auf der Hohen Mut skizzierten die Jugendlichen das Gelände – einmal mit Blick auf den Gaisberg- und Rotmoosferner und einmal mit Blick auf Obergurgl. Diese beiden „Welten“ konnten die SchülerInnen dann an den darauffolgenden Tagen noch näher erforschen und erkunden. Zum einen begaben sie sich bei der Gletscherstation auf eine Zeitreise ins Jahr 1850 und konnten damit nachvollziehen, wie sich der Gaisbergferner seitdem entwickelt hat. Der starke Rückzug wurde für die SchülerInnen auch durch die k.i.d.Z.21-Markierung der vergangenen Jahre besonders eindrücklich.

Zum anderen beschäftigten sich die SchülerInnen bei einer weiteren Station mit dem Tourismus in Obergurgl. Im Austausch mit den ExpertInnen entwickelten die SchülerInnen Forschungsfragen zum Themenfeld „Tourismus und Klimawandel“, die sie im Anschluss u.a. durch Interviews mit HotelbesitzerInnen, TouristInnen und Einheimischen, aber auch mittels Kartierungen versucht haben zu beantworten. Bei der anschließenden Vorstellung der Ergebnisse überzeugten die SchülerInnen auch durch professionelle Powerpoint-Präsentationen und Plakaten sowie kreative Sketches.

SchülerInnen entwickeln im Rahmen der Touriusmusstation Forschungsfragen. Foto: Markl 2019.

Viel Zeit und Raum für die Reflexion der Beziehung zwischen Mensch und Natur ließ die Umweltethikstation. Beim s.g. Emotional Mapping durch den Zirbenwald sollten die SchülerInnen ihre Sinneseindrücke festhalten. Was sehen, hören, schmecken, fühlen und riechen wir? Wo fühlen wir uns wohl und sicher, wo nicht? waren dabei einige der leitenden Fragen. Anschließend diskutierten die Jugendlichen gemeinsam mit den ExpertInnen das Verhältnis von Mensch und Natur, wobei dokumentiert wurde, wie sich die Beziehung derzeit gestaltet („Ist-Zustand“) und wie diese nach Ansicht der SchülerInnen aussehen sollte („Soll-Zustand“). Konkretisiert und vertieft wurde das Ganze anhand der Auseinandersetzung mit dem Fallbeispiel „Gurgler Ache“. Hierbei geht es um die Frage, ob man entweder für die Umleitung von Wasser aus der Gurgler Ache in das Kaunertal zur Erhöhung der Kapazität des dortigen Kraftwerks stimmt, den Bau eines lokalen Kraftwerks an der Gurgler Ache bevorzugt oder beides ablehnt. Entscheidend dabei war die jeweilige Begründung bzw. die „Regeln“ anhand derer die Jugendlichen ihre Entscheidungen getroffen haben. Die z.T. kontroversen Diskussionen führten einmal mehr vor Augen, dass ein solches Abwägen kein Leichtes ist und es ganz unterschiedliche Sichtweisen auf unser Verhältnis zur Natur gibt.

Wie gestaltet sich die Beziehung zwischen Mensch und Natur? Foto: Allerberger 2019.

Nach den beiden inhaltlich doch recht intensiven Tagen hatten die SchülerInnen beim Synthese-Tag unter dem Motto „Vom Wissen zum Handeln“ die Möglichkeit, das Ganze zu reflektieren und Überlegungen zum konkreten Handeln zu diskutieren. Dabei wurden neben einer Obergurgl-Zeitung und einem Film auch kurze Theaterstücke einstudiert und Projektideen für die nächste Global Climate Change Week (20.07-27.07.19) der #FridaysForFuture-Bewegung entwickelt. Bei einem „Bunten Abend“ wurden dann die Ergebnisse des Tages im Plenum vorgestellt. Während des Schuljahres haben die Jugendlichen außerdem in Kleingruppen Projektarbeiten durchgeführt und die Gewinner wurden im Zuge der Abendveranstaltung geehrt. Darunter war u.a. die Aktion „Bike for Future“, die SchülerInnen dazu animieren sollte, öfter mit dem Fahrrad zu Schule zu fahren. Dabei ist es besonders erfreulich, dass auf das Projekt auch der Bayerische Rundfunk aufmerksam geworden ist.

Nach mehr als drei Stunden Abendprogramm – dem bisher längsten in der k.i.d.Z.21-Geschichte des KvC Eggenfelden – war es Zeit für einen gemütlichen Ausklang der Forscherwoche und fit wollte man für das abschließende Skizzieren auf der Hohen Mut am Freitag auch sein.

Eines steht in jedem Fall fest: Auch im kommenden Jahr wird der „k.i.d.Z.21-Club“ wieder in Obergurgl zusammenkommen – wir freuen uns schon darauf!

Gruppenfoto auf der Hohen Mut. Foto: Schmid 2019.

Wir bedanken uns bei allen ExpertInnen und Studierenden für die hervorragende Unterstützung, ohne die das Projekt nicht in dieser Form möglich wäre.

17. April 2019
von Franzi Allerberger
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Save the Date: k.i.d.Z.21 LehrerInnenfortbildung 15.07-18.07.2019

Alle motivierte, engagierte und k.i.d.Z.21-interessierte LehrerInnen aufgepasst:
Auch in diesem Jahr wird eine k.i.d.Z.21-LehrerInnenfortbildung in Obergurgl/Ötztal durchgeführt.

Im Zuge der Fortbildung lernen die Teilnehmenden das k.i.d.Z.21-Konzept nicht nur in Theorie, sondern auch in der Praxis kennen, indem sie auf Exkursionen im Gebirgsraum in Kooperation mit Expertinnen und Experten selbst den Klimawandel und seine Folgeerscheinungen erkunden. Gemeinsam mit dem Projektteam erarbeiten sie Möglichkeiten der Umsetzung der Kerngedanken an ihren jeweiligen Schulstandort. Im Anschluss an die Fortbildung werden LehrerInnen bei der Umsetzung der k.i.d.Z.21-Projektideen an ihren Schulen von einem vielseitigen Partnerinnen und Partner-Netzwerk unterstützt.

Besonderheit in diesem Jahr:
Die Fortbildung findet im gleichen Zeitraum der Forscherwoche der Pilotschule (KvC Eggenfelden) statt. Damit erhalten die TeilnehmerInnen einen unmittelbaren Einblick in das Projektgeschehen und haben die Möglichkeit, sich mit Lehrkräften der Pilotschule auszutauschen.

Zeitraum und Ort der Fortbildung
15.07.2019 – 18.07.2019 | Obergurgl

Kosten:
Das Seminar findet am Universitätszentrum Obergurgl (Ötztal/Tirol) statt. Tarif für Übernachtung pro Person und Tag im Doppelzimmer inkl. Halbpension ca. 60 €.

Anmeldung:
Die Anmeldung ist ausschließlich über PH-Online der PH Tirol (https://www.ph-online.ac.at/pht, VA-Nummer 7F8BNA5A01) und nur im Zeitraum von 01.05.2019 bis 31.05.2019 möglich.

Weitere Informationen zur Fortbildung finden sie außerdem hier.

10. Dezember 2018
von Franzi Allerberger
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kick-off Veranstaltung 2018 des Projekts k.i.d.Z.21 aktiv

Mit der kick-off Veranstaltung am 06.12.2018 viel der offizielle Startschuss für die SchülerInnen der HBLFA Tirol, des BRG in der Au Innsbruck und des BRG Kufstein, die sich im Schuljahr 2018/19 am k.i.d.Z.21 aktiv Projekt beteiligen. k.i.d.Z.21 aktiv, gefördert vom Land Tirol, baut dabei auf der erfolgreichen Forschungs-Bildungskooperation „kompetent in die Zukunft – k.i.d.Z.21“ zwischen dem Institut für Geographie der Universität Innsbruck und Schulen aus Tirol sowie weiteren Bundesländern auf.

Im Fokus der kick-off Veranstaltung standen dabei Workshops, in denen die SchülerInnen eigene Projektideen entwickelten, welche sie im weiteren Verlauf des Schuljahres konkretisieren und umsetzen werden. Die Bandbreite der Workshops reichte dabei von Ernährungssouveränität, Vision 2050 energieautonom, Upcycling und Kreislaufwirtschaft, Klimawandelanpassung und –schutz bis hin zu den Nachhaltigkeitszielen der UN (SDGs). Dabei wurde der Workshop zu den SDGs („SDG –Wos is denn des und wos hot denn des mit mir zum Dou?“) von SchülerInnen der HBLFA Tirol durchgeführt, die im vergangenen Jahr am k.i.d.Z.21-Projekt teilgenommen und den Workshop im Zuge dessen auch entwickelt haben.

SchülerInnen entwicklen gemeinsam mit ExpertInnen Ideen für Projekte (Foto: Allerberger 2018)

LHStvin. Ingrid Felipe machte sich gemeinsam mit dem Team rund um Dr. Christian Dobler (Nachhaltigkeitskoordinator des Landes Tirol) selber ein Bild vom Projekt. So hatten die SchülerInnen z.T. die Möglichkeit, mit LHStvin. Felipe ins Gespräch zu kommen und ihre Projektideen zu diskutieren. Außerdem überreichte sie die Urkunden an die GewinnerInnen des k.i.d.Z.21 aktiv Logowettbewerbs. Die Ausarbeitung der Logos erfolgte dabei im Rahmen des Kunstunterrichts und ermöglichte es den Jugendlichen somit, sich auf eine kreative Art und Weise mit der Thematik des Klimawandels auseinanderzusetzen. Abgerundet wurde das Programm durch einen Impulsvortrag von Prof. Dr. Joahnn Stötter, der die Dringlichkeit des Handels hinsichtlich des Klimawandels aufzeigte, und einer Podiumsdiskussion mit SchülerInnen der k.i.d.Z.21-Pilotschule KvC Eggenfelden.

Logo von SchülerInnen der HBLFA Tirol (1. Platz).

Begleitet wurde die gesamte Veranstaltung durch das Kamerateam des Landes Tirol. Der daraus entstandene Kurzfilm kann hier abgerufen werden.

An dieser Stelle möchten wir allen WorkshopleiterInnen recht herzlich bedanken, die die Veranstaltung erst in dieser Form ermöglicht haben:

Dunja Peduzzi (Institut für Geographie); Kathrin Schwab und Tobias Huber (alp-S); Dhara Meyer, Hans-Jörg Glatzl und Nicole Ortler (Energie Tirol); Wolfgang Sinz und Daniel Hillebrand (GreenpeaceTeam Tirol); Jane Kathrein und Ute Ammering (Ernährungsrat Innsbruck); Claudia Sacher und Josefa Friedel (feld verein); Johannes Münsch (Abfallwirtschaft Tirol Mitte); Robert Jehle, Katharina Bachmann, Julia Schennach, Sarah Primus, Elisa Kirchner und Elisabeht Jussel (SchülerInnen der HBLFA Tirol)

Unser Dank gilt außerdem Martin Krickl und seinem Techniker-Team, die es den SchülerInnen ermöglicht haben, bei einem Rundgang durch das CCB einen Einblick in die Energieversorgung des Gebäudes bzw. der Universität zu erhalten.

Begleitet und unterstützt wurde die Veranstaltung darüber hinaus von Geographiestudierenden der Universität Innsbruck:
Lara Schumacher, Michaela Seewald, Gabi Sacher, Christina Oberleiter, Marion Krempl und Pia Tscholl.

 

Einen Bericht des Landes Tirol zur kick-off Veranstaltung finden Sie hier.

4. September 2018
von Franzi Allerberger
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LehrerInnenfortbildung 2018 in Obergurgl

Wie in den vergangenen Jahren auch, wurde ebenfalls in diesem Jahr eine k.i.d.Z.21-Austria LehrerInnenfortbildung in Obergurgl durchgeführt. Insgesamt beteiligten sich zwölf Lehrkräfte aus ganz Österreich und erhielten vom 29.08 – 01.09.2018 wesentliche Einblicke in das Projekt. Neben thematischen und inhaltlichen Einführungen zu den Grundgedanken, Kriterien sowie Hinweisen zur Durchführung des Projekts an der eigenen Schule und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Klimawandel, wurde auch zu einem großen Teil praktisch gearbeitet. So hatten die LehrerInnen die Möglichkeit, mit der Gletscher- und Umweltethikstation zwei zentrale Stationen selber kennenzulernen und zu erleben, die im Rahmen einer „klassischen“ k.i.d.Z.21-Austria Forscherwoche ebenfalls von den SchülerInnen durchlaufen werden. Bei der Umweltethikstation, begleitet von der erfahrenen Expertin Anita Keji, stand die Auseinandersetzung mit Mensch-Umwelt-Beziehungen sowie ethischen Fragestellungen im Zentrum. Eindrücklich zeigten sich die Folgen des Klimawandels im Zuge der Gletscherstation. Hierbei war es die Aufgabe der TeilnehmerInnen, anhand von Karten, Bildvergleichen sowie Formen im Gelände den Gletscherrückgang seit 1850 nachzuvollziehen.

Im Rahmen der Gletscherstation galt es, die Veränderung seit 1850 nachzuvollziehen. Foto: Alina Kuthe 2018.

In weiteren Programmpunkten lernten die Lehrkräfte weitere Stationen und Themenbereiche kennen (u.a. „Vegetation“ und „Tourismus“) und setzten sich darüber hinaus mit den anderen Phasen des Projekts auseinander. Abgerundet wurde die Fortbildung durch einen Vortrag von Dr. Klaus Schallhart, der als stellvertretender Leiter der Alpinen Forschungsstelle Obergurgl u.a. Einblicke in die aktuellen Forschungsarbeiten dieser Einrichtung gab. Um die Umsetzung an den Schulen der TeilnehmerInnen zu erleichtern, bot der letzte Vormittag Raum, offene Fragen zu klären und die Einbindung des k.i.d.Z.21-Austria Projekts in die Gegebenheiten sowie Strukturen der jeweiligen Schule zu diskutieren.

Besonders erfreulich ist, dass sich mit dem BRG in der Au Innsbruck und der NMS Scheiblingkirchen zwei weitere Schulen mit Beginn des neuen Schuljahres am Projekt beteiligen werden.

27. Juli 2018
von Franzi Allerberger
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Gurglflash! – Vamos al Obergurgl!

Last but not at least: Vom 16.07 – 20.07.18 stand mit den Geländetagen des KvC – Eggenfelden die letzte von insgesamt acht k.i.d.Z-Forscherwochen in diesem Jahr auf dem Programm. Auch hier wurde wieder viel erforscht, entdeckt, gelernt, nachgedacht und gelacht. Basierend auf der druckfrischen Obergurgl-Zeitung der SchülerInnen geben wir hier einen kleinen, aber feinen Einblick…

Auf ging’s wieder in ein neues Abenteuer‐Obergurgl! So machten wir uns am Montag zu einer viel zu frühen Uhrzeit auf den Weg ins idyllische Ötztal. Man könnte sich nun fragen, was rund 90 Achtklässler mit neun Lehrern und neun P‐Seminar‐Schülern eine Woche lang in den Alpen machen. Diese Klassenfahrt am Ende des Schuljahres ist zwar das Ende, aber ohne Frage auch das Highlight des Kidz‐Projektes in der 8. Klasse unseres Gymnasiums. Das ganze Jahr über haben wir schon unzählige Vorträge von Experten über den Klimawandel gehört und uns intensiv mit unserer Umwelt beschäftigt. Aber auf die Woche in Obergurgl haben wir uns alle am meisten gefreut. Dass das alles doch nicht so chilli‐willi wird, wie wir alle dachten, konnten wir ja noch nicht ahnen.

Zusammenfassend kann man sagen: In Obergurgl hatten wir Hardcore‐Spaß, sind viel gewandert, haben sehr viel gegessen und sehr sehr wenig geschlafen.
(Auszug Obergurgl-Zeitung 2018)

Auf die Hohe Mut …
… ging es gleich am ersten Tag nach der Ankunft, um eine Skizze vom Tal anzufertigen und sich fünf Fragen zu überlegen, die jede(r) SchülerIn für sich im Zuge der Forscherwoche gerne beantworten möchte. Auf dem Weg zurück ins Universitätszentrum Obergurgl ging es unter anderem auch durch den Zirbenwald, der vor allem bei der Umweltethikstation an den weiteren Tagen eine wesentliche Rolle spielt. Bei dieser Station reflektierten die Jugendlichen darüber was es im Sinne der Ethik heißt, sich „gut und richtig“ zu verhalten und wie sich das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt gestaltet. Hierfür erstellten die SchülerInnen in Kleingruppen „Mensch-Umwelt-Modelle“ – aufgrund der unterschiedlichen, vielfältigen Sichtweisen waren die Resultate höchst verschieden und intensive Diskussionen über den geplanten Ausbau des Wasserkraftwerks „Gurgler Ache“ folgten.

Skizzieren auf der Hohen Mut (Foto: Allerberger)

Der Tourismus …

… wurde bei einer weiteren Station in Blick genommen, wobei unter anderem ein Blick in die Vergangenheit geworfen wurde: Von der Terrasse des Uni-Zentrums aus wurde mit einer 100 Jahre alten Postkarte das damalige und heutige Ortsbild verglichen. Fazit der SchülerInnen: Drastische Veränderungen der Bebauung sowie der Infrastruktur, welche im Wesentlichen auch auf die touristische Entwicklung von Obergurgl zurückzuführen sind. Grund genug, um den möglichen Zusammenhängen von Klimawandel und Tourismus mit Forschungsfragen, die die Jugendlichen gemeinsam mit dem Experten Prof. Dr. Schmude entwickelt haben, auf den Grund zu gehen. Mit Interviews und Befragungen in Restaurants, dem Tourismusbüro sowie Lebensmittelgeschäften sowie generellen Beobachtungen wurden Daten erhoben, ausgewertet und anschließend im Plenum diskutiert.

Der 3000er ruft!

Unter diesem Motto machte sich eine Gruppe im Rahmen der Vegetationsstation auf den Weg zum Wurmkogl und nahm so den 3000er in Angriff. Auf dem Weg zum Gipfel entwickelten die SchülerInnen Forschungsfragen, die sie an drei verschiedenen Standorten in unterschiedlicher Höhe versuchten zu beantworten. Ausgestattet mit Lupen, Temperaturmessern und Bestimmungsbüchern stürzten sich die Jugendlichen in das „Vegetations-Vergnügen“. Nicht z kurz kam Ende die Diskussion über die Folgen, welche der Klimawandel für die Vegetation mit sich bringt und vor allen in den sensiblen Gebirgsregionen besonders sichtbar wird.

Anstrengend, aber geil!

… War das Fazit der Gletscherstation inklusive der Begehung des Gaisbergferners. Los ging es, mit einer ordentlichen Portion Motivation im Gepäck, bereits um 8:00Uhr morgens – für den ein oder anderen sportlich-früh… Auf dem Weg ins Tal es, einen Blick in die Vergangenheit zu werden und anhand von diversen Materialien und den Spuren im Gelände herauszufinden, wo die Gletscherzunge 1850 und 1920 lag.

Auf dem Gaisbergferner (Foto: Allerberger 2018)

 

Gletscher hautnah … (Foto: Allerberger 2018)

Besonders eindrücklich war es auch, die „k.i.d.Z-Markierungen“ der Gletscherständer der vergangenen Jahre in Relation mit dem jetzigen zu sehen. Dies führte allen den rasanten Rückgang der Gletscher vor Augen, zurückzuführen auf den von uns Menschen verursachten Klimawandel. Dieses doch eher bedrückende Gefühl wurde noch verstärkt, als die Gruppe sich in mehreren Seilschaften über den Gletscher ging: von überall her hörte man das Wasser schmelzen, topfen, fließen, rauschen. Als Prof. Hans Stötter dann noch erklärte, dass der Gletscher im Vergleich zum letzten Jahr erneut wieder einen enormen Teil seiner Masse verloren hat, löste dies bei so mach einem/einer SchülerIn ein „ja leck is des krass-Gefühl“ aus.

 

 

 

In einer ExpertInnen-Runde …

… am Donnerstagvormittag wurden die Erkenntnisse und Eindrücke der vergangen Tage in großer Runde nochmals zusammenfassend diskutiert, bevor es am Nachmittag mit der Erarbeitung von kreativen Projektbeiträgen bei den „Bunten Abend“ ging. Die Köpfe rauchten, als die SchülerInnen Videos drehten, Gedichte reimten, Lieder komponierten oder Fototagebücher erstellen.

Bevor jedoch am Abend die Beiträge im Plenum vorgestellt wurden, galt es, die diesjährigen Sieger der Projektbeiträge zu küren. Die Auswahl standen jeweils die vier Klassensieger, wobei alle so hochkarätig waren, dass die Auswahl keineswegs leicht viel. Am meisten überzeugen konnte schließlich das Projekt „Rettet die Bienen“ von Alexandra Berger und Leon Schwab. In eine ähnliche Richtung ging das Projekt von Max Schemmer und Michael Hamann, die eine Hummelburg bauten. Mit den Vor- und Nachteilen von Elektroautos beschäftigten sich Ludwig Schoger und Simon Ochsenbauer. In dem Video von Malin Gaube und Lara Wöllmann kommt es zu einem Dialog zwischen dem US Präsidenten Donald Trump, welcher stellvertretend für alle mächtigen steht, die nicht handeln, und einen Eisbären, welcher die Betroffenen des Klimawandels repräsentiert.

Die SiegerInnen der diesjährigen Projektbeiträge werden geehrt (Foto: Allerberger 2018)

Nach einer kurzen Verschnaufspause ging es schließlich mit der Vorstellung der kreativen Beiträge los. Mit liebevoll zusammengestellten Fototagebüchern konnte man die vergangenen Tage Revue passieren lassen. Auch ließen Gedichte wie dieses alle ein wenig schmunzeln:

Am Montag standen wir früh auf,
denn wir fuhren hoch hinauf.
Und dann endlich angekommen,
wurd‘ die Hohe Mut erklommen.

Am Mittwoch bestiegen wir den Gletscher,
da hörten wir vom Bach Geplätscher.
Der Weg dorthin war sehr, sehr weit,
dafür brauchten wir ganz viel Zeit.

Mit Experten wurde heut‘ gesprochen,
wir stellten Fragen ununterbrochen.
Nachmittags wurden wir kreativ,
was bei uns persönlich sehr gut lief.

Allerdings haben sich nicht nur die SchülerInnen, sondern auch das k.i.d.Z-Team und die LehrerInnen etwas einfallen lassen. So wurde zum einen ein fiktives Gespräch zwischen dem „Zirbenwald“, „Obergurgl“, dem „Wurmkogl“ und dem „Gletscher“ nachgestellt. Zum anderen gaben die Lehrkräfte ihr Gedicht zum Besten:


Am Dienstag is der Gletscher dro
Und aa ´n Wurmkogel greifan’s o
De Kletterer tragn glei 15 Schichten
Um sich gegan Eiswind abzudichten
Sie krabbeln auf den Gipfe nauf
Da reißt de Wolkendeckn auf
Dolomiten in da Sonn san ehrlich krass
Da macht de Kletterei glei vui mehr Spaß
Am Gaisbergferner steigt die Gletschertrupp’n
Marschiert durch Wind und Wolk’nsupp’n
Verwünscht a jede Paus’n
Bibbert bei jeder Jaus’n
Im Eisfeld schmeißt’s de Schüler oan nach’m andern
Mei, is des schee, des Wandern

Damit hat der „Bunte Abend“ seinem Namen alle Ehre gemacht! Ein großer Dank geht an dieser Stelle an das P-Seminar unter Leitung von Simon Schiller, die nicht nur das gesamte Donnerstag-Programm auf die Beine gestellt haben, sondern auch die Abendgestaltung der anderen Tage übernommen haben!

Das Team des k.i.d.Z-P-Seminars (Foto: Allerberger 2018)

Ganz war die Woche allerdings noch nicht vorbei: zum Abschluss ging es am Vormittag es letzten Tages nochmals hoch auf die Hohe Mut. Oben angekommen wurde nochmal fleißig skizziert und darüber reflektiert, welche Fragen im Laufe der Woche beantwortet wurden und welche neuen dazu gekommen sind.

Und dann:

Um 13:30 Uhr fahren die Schüler mit den verschiedensten Emotionen zurück nach Hause.
Manche sind traurig, manche glücklich und manche erleichtert, aber eins steht fest:

Jeder ist dankbar für diese eindrucksvollen Erfahrungen in Obergurgl.
(Auszug Obergurgl-Zeitung 2018)

Ein letztes Mal wird ein Blick von der Hohen in das Richtung Gletscher geworfen (Allerberger 2018)

 

11. Juli 2018
von Franzi Allerberger
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Mit Orangen, Popcorn, Knete und Klettergurten ins Hochgebirge …

…mit dieser zunächst etwas seltsam erscheinenden Ausrüstung machten sich knapp 90 SchülerInnen, Lehrkräfte des Annette-Kolb Gymnasium Traunsteins sowie ExpertInnen  auf den Weg, um vom 02.07 – 06.07.18 die k.i.d.Z.21-Austria Forscherwoche auf der Jamtalhütte bei Galtür zu verbringen.

von Christine Lämmel, Lehrkraft am Annette-Kolb-Gymnasium

Der erste Stopp in Ischgl galt als Abschreckung, um zu zeigen, wie sich gehypte Skiorte im Sommer zu Geisterstätten verwandeln. In Galtür wurde dann schon mal das erste Popcorn ausgepackt, aber natürlich nur zu Forschungszwecken, denn die Naturgefahren-Ex­per­tin Magdalena Rauter von der BOKU Wien zeigte damit und einer Orange, wie ein Lawinenairbag funktioniert. In Galtür steht man befremdet vor langen, riesigen Stein­mauern, der Funktion sich dann erschließt, wenn man den Blick nach oben zum Grieskopf richtet, des­sen Hangkante zahllose Lawinenverbauungen zieren. Bei­des scheint nötig zu sein, damit sich die Lawinenkatastrophe von 1999 für den Ort nicht wiederholt. Über den Umgang mit der ständigen Gefahr und dem Weiterleben nach einem solchen Lawinenunglück berichtet der Hüttenwirt Gottlieb Lorenz eindrucksvoll den betroffenen Schülern am Abend.

Dass der Weg von der Jamtalhütte auf den Gletscher früher viel kürzer war, sah man an alten Vergleichsaufnehmen, wo die Hütte praktisch direkt oberhalb der Gletscherzunge von 1850, dem weitesten Eisvorstoß der „Little Ice Age“, lag. Heute mussten wir mehrere Moränenkränze (Schüler: „Hügel mit bunten Steinen“) überklettern, bevor wir im Gletschervorfeld mehrere Forschungs­aufgaben zu bewältigen hatten. Als disziplinierte Seilschaft mit den Bergführern und dem Geophysiker Bernd Seiser (Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung) bestiegen wir dann den Jamtalferner, für viele Schüler war das die erste Gletscherbegehung überhaupt.

Blick auf den Jamtalferner (Foto: Rauter 2018)

Mit einem Eispickel hat vorher keiner Löcher in den Gletscher bekommen, aber jetzt..

Mit dem Dampfdruckbohrer Löcher in den Gletscher schmelzen, und dann meterlange Stangen versenken – so kann man die Höhe der Gletscherzunge messen, und das um einiges genauer als mit der Methode „Stein runterwerfen und bis zum Aufprall zählen“. Die an­ge­spann­te Stille während des Falls oder das laute Bohren – jede Methode hat so ihren Reiz…

Im Albedo-Experimtent konnte gezeigt werden, dass schmutziges Eis deutlich schneller taut als gleißend weiße Eisoberflächen.

Die Knete am Berg war nötig, um zu demonstrieren, dass sich Gletschereis wie eine nicht-newtonsche Flüssigkeit verhält – unter bestimmten Umständen: Eis reißt bei starker, plötzlicher Krafteinwirkung, reagiert aber mit einem zähplastischen Fließen bei Druck und Wärmeeinwirkung.

„Wir gehen in die Schweiz“ war das Motto der anstrengenden Tour über den alten Schmugglerpfad zum Futschölpass, den die Galtürer früher auch zurücklegten, um ihre Toten im Engadiner Nachbartal zu bestatten, denn nur dort gab es eine Pfarrei, die aber eigentlich zu Südtirol gehörte. Die Tour über scharfkantige Schuttfelder und an endemischen Pflanzen vorbei wurde in der Scharte auf 2800 m stolz in die Kamera blickend verewigt.

Der emeritierte Biologie-Professor Roman Türk von der Universität Salzburg begleitete die Schüler auf einer vegetationskundlichen Exkursion. Dabei wurde die durch den Klimawandel bedingte Verschiebung der Vegetationszonen erklärt, wofür die Schüler mit Hilfe von Ringlupen viele verschiedene Flechten bestimmten, die Zeiger für geologische und klimatische Bedingungen, aber auch für Luftverschmutzung sind. Außerdem hielt er am Abend einen spannenden Vortrag über die Antarktis.

Der morgendliche Wettercheck von Wolkenbildung, Nebel oder Tau auf den Pflanzen mit dem Hydrologen Nils Kaplan von der Universität Freiburg fand für manche Schüler noch zur gefühlten Schlafenszeit statt, dafür können viele das Wetter jetzt besser vorhersagen als die App auf dem Handy. Und dass Gletscherbäche einen deutlichen Tagesgang aufweisen, macht sich so bemerkbar, dass man den Bach in der Früh überqueren, man abends aber nur mit nassen Socken passieren kann.

Erarbeitung des Wasserkreislaufs (Foto: Allerberger 2018)

Manfred Kreiner vom Amt der Tiroler Landesregierung hat uns auch heuer wieder mit einem Abendvortrag über den Waldbau in Tirol besucht. Am nächsten Vormittag ließ er Schüler sich in Wolf, Luchs, Schaf, Bauer, Urlauber und Jäger verwandeln (nur im Rollenspiel), um die Konflikte um die „Große Beutegreifer“ im Alpenraum erlebbar zu machen.

Wir danken den WissenschaftlerInnen, die Ihr Wissen und Ihre Zeit für unsere SchülerInnen zur Verfügung gestellt haben, dem toleranten Hüttenwirt, der uns neben vielen anderen Hüttengästen mit unglaublich leckeren Gourmet-Kreationen bewirtet hat und unseren Sponsoren, dem Förderverein des AKG und dem Lions-Club Chieming.

9. Juli 2018
von Franzi Allerberger
Kommentare deaktiviert für Sommer, Sonne, … Schnee!

Sommer, Sonne, … Schnee!

… das gab es bei der k.i.d.Z.21-Austria Forscherwoche des Aventinus Gymnasiums Burghausen (AVG) in Schladming am Dachstein vom 27.06 – 29.06.2018:

von SchülerInnen der Klasse 8a

Mitten im Sommer machen sich die Schüler des AVG über das sogenannte k.i.d.Z-Projekt in Kooperation mit der Universität Innsbruck auf Spurensuche nach alpenländischer Vegetation und Klimaeigenheiten. Dabei erhalten sie Einblicke in die zukünftigen Veränderungen im Zusammenhang mit den zu erwartenden klimatischen Umwälzungen. Schade, dass das Wetter in diesem Jahr nicht so mitgespielt hat, wie erhofft.

Schladming, zumindest in der Nähe von, auf 1700m Höhe, Ende Juni: Eine eigenartige Gruppe aus Lehrkraft und Schülern pirscht mit Lupen bewaffnet durch den sommerlich-regnerischen Untergrund des vorliegenden Waldgebietes. „Seht ihr dieses seltsame Tier?“, will die Biologie-Lehrerin Frau Spiegel wissen und macht ihre SchülerInnen damit auf den roten Frosch aufmerksam, der kurze Zeit darauf wieder im Gebüsch verschwunden ist.

Die Entdeckungen, die es in den Alpen auf einer Höhe zwischen 1100 und 1800 Metern zu machen gilt, sind ein zentraler Bestandteil des k.i.d.Z-Projektes am AVG. Als praktischer Abschluss zu einer vertieften und fächerübergreifenden Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Klimawandels auf den Alpenraum fuhr die achte Jahrgangsstufe des AVG für 2 1/2 Tage nach Schladming, um sich vor Ort ein Bild vom Umweltprojekt, das alljährlich in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck durchgeführt wird, zu machen. Neben Referenten der Universität wirkten auch in diesem Jahr verschiedenste Lehrer, vor allem auch der Fachschaft Biologie, mit, ohne die Auswirkungen des Menschen auf dieses Gebiet zu vernachlässigen.

„Glauben Sie, dass der Klimawandel und die Veränderungen hier in Schladming auch mit dem Tourismus zu tun haben?“
– „Darauf möchte ich jetzt nicht antworten. Ich mache hier Urlaub.“

Etwas genervt sind die SchülerInnen schon, wenn sie sich endlich dazu durchgerungen haben, wildfremden Mensch auf der Straße eine Frage zu stellen, um dann ohne Resultat mit einer ablehnenden Haltung vieler Passanten konfrontiert zu werden. Zeigte sich den SchülerInnen in der durchzuführenden Umfrage zum Thema „Auswirkungen des Tourismus auf den alpenländischen Raum“ nicht deutlich die Schizophrenie der Gegenwart im Umgang mit der Natur? Ist es tatsächlich möglich, dass heute noch ein Skifahrer glaubt, er schade der Umwelt durch den Skisport nicht, weil er ja oberhalb einer schützenden Schneeschicht stattfinde? Wie konnte es sein, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der sogenannten aufgeklärten Bevölkerung so unempfänglich für wissenschaftliche Tatsachen im Zusammenhang mit der Zerstörung ihrer so geliebten Landschaft, ist, die, so zeigte es in ihrem Vortrag eine Expertin aus der Universität, nachhaltig vom Tourismus der letzten hundert Jahre in Mitleidenschaft gezogen worden ist? Im Vergleich mehrerer Bilder aus unterschiedlichen Jahrzehnten zeigt sich nämlich der Fortschritt in Bodenversiegelung, Waldschwund und Gletscherückgang so eindrücklich, dass der gelassene, von wirtschaftlichen Imperativen geleitete, Umgang vieler Erwachsener mit diesen Problemen etwas ratlos stimmt.

Das Thermometer zeigt -3°C an, doch die Temperatur fühlt sich dank des Windes deutlich kälter an. Steigt man nämlich an der Talstation zum Dachsteingletscher in eine Gondel, fällt die Temperatur alle 100 Höhenmeter um den Betrag von 1°C, was sich oben „arschkalt“ anfühlt und im Sommer den Aufenthalt auf dem Gletscher merklich abkürzt. Tatsächlich bilden sich im Schneesturm auf den Gesichtern der SchülerInnen kleine Eiskristalle, was sie jedoch nicht davon abhält, mit einer Schaufel ein Schneeprofil abzustechen, um dieses im Anschluss auszuwerten.
Heute kann kein Zweifel mehr daran bestehen, dass die Gletscher, als Wasserspeicher in Form gewaltiger Eismassen in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen sind, was ernsthafte Konsequenzen nicht nur im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz im Tal, sondern auch mit der Festigkeit der Alpen infolge des fehlenden Permafrostes im Gestein, Folgen zeitigen kann bzw. bereits zeitigt.

Dass der Mensch in den letzten 150 Jahren nachhaltig in seine Umwelt eingegriffen hat und diese z.T. so grundlegend verändert, dass eher von einer Umwälzung durch den Menschen als von einem vorsichtig regulierenden Eingriff gesprochen werden muss, hinterlässt bei vielen Schülern einen bitteren Beigeschmack auf dem Weg des Erwachsenwerdens. Dennoch: Wissenschaftlich erhobene Daten sind nicht hintergehbar und gerade dann besonders überzeugend, wenn man einen Einblick in die waltende Vernunft wissenschaftlicher Methodik erhalten hat.
Immerhin öffnet die Einsicht in einen stimmigen Funktionszusammenhang, so die aufklärerische Hoffnung einer jeden wissenschaftlichen Untersuchung, Wege, komplexen Zusammenhängen aus Fehlern aus der Vergangenheit, Problemen der Gegenwart und Risiken für die Zukunft wirksam zu begegnen.