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“Es ist immer wieder erfrischend, mit wie viel Engagement, Fantasie und Wissen die SchülerInnen bei der Sache sind.”

Prof. Dr. Bruno Abegg, beteiligter Experte seit dem Schuljahr 2013/14

K.i.d.Z.21_aCtiOn2 im Würth Hochenburger Baumarkt in Innsbruck

Vier Tage lang hatten die Jugendlichen aus dem Reithmann Gymnasium (Innsbruck) die Möglichkeit, den Würth Hochenburger Baumarkt in Innsbruck genauer unter die Lupe zu nehmen, zu recherchieren, MitarbeiterInnen und KundInnen zu befragen und Potentiale für mehr Klimafreundlichkeit zu entdecken.

Zum Auftakt gab es für die Schülerinnen und Schüler eine Führung durch das Gebäude und einzelne Abteilungen im Baumarkt wurden vorgestellt, hier bekamen sie einen groben Überblick und konnten erste Fragen stellen. Im Anschluss daran beschäftigten sich die Jugendlichen in Kleingruppen damit, Potentiale zu erkennen und Hintergründe zu erforschen. Die Jugendlichen haben KundInnen und MitarbeiterInnen befragt, Lampen gezählt und deren Stromverbrauch berechnet, sowie nach Lösungen recherchiert oder Beobachtungen angestellt.

Ein wichtiger Ansatz im Projekt k.i.d.Z.21_aCtiOn2 ist das kritische Hinterfragen von Sachverhalten und dessen Ursachenforschung, um anschließend konkrete und effektive Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Daraufhin legten sich die SchülerInnen auf folgende Themen fest:

  • Wo kann Verpackungsmüll reduziert werden?
  • Wie kommt eine klimafreundliche Produktecke bei den KundInnen an?
  • Wie kann die Anfahrt der MitarbeiterInnen klimafreundlicher gestaltet werden?
  • Wie können klimafreundliche Produkte gekennzeichnet werden
  • Welche Energieeinsparpotentiale gibt es in der Innsbrucker Filiale?

Das Projekt wurde von Nina Liebhaber und Melanie Frick, Mitarbeiterinnen der Universität Innsbruck und der Tirol Klinik begleitet. Ein Highlight in der Projektwoche war der Austausch mit Simon Meinschad dem Geschäftführer der hollu Systemhygiene Gmbh, ein Unternehmen das mit gutem Beispiel voran geht und die Unternehmensstrategie anhand der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDG’s) ausgerichtet hat. Er nahm sich die Zeit und eröffnete den SchülerInnen in einem Gespräch spannende Praxisbeispiele und eine neue Sicht auf die Dinge. Herr Meinschad glaubt daran, dass die Welt voller Lösungen steckt und bestätigte die jungen Menschen in ihrem Denken und ihren Ansätzen. Außerdem ging er konkret auf die Ideen der SchülerInnen ein und gab Ihnen Tipps bei der Ideenentwicklung. Zur weiteren Unterstützung waren die WissenschaftlerInnen Lars Keller, Katharina Hüfner und Gerd Michelsen vor Ort und sorgten für einen spannenden Austausch. Außerdem standen die MitarbeiterInnen des Baumarkts jeder Zeit für Rückfragen zur Verfügung und unterstützen damit die Jugendlichen.

Am letzten Tag stellten die SchülerInnen ihre Projektergebnisse MitarbeiterInnen aus der Personalabteilung, dem Immobilien- und Facility Management, der Bereichsleitung und der Marktleitung des Baumarkts vor. Neben spannendem Feedback gab es dabei viel Anerkennung und Dankbarkeit für die jungen KlimaschützerInnen. Auf die Rückfrage, ob junge Menschen bei Arbeitgeber Suche auf Nachhaltigkeit achten würden, war die Antwort der 6 B klar und eindeutig: „Definitiv spielt das eine wichtige Rolle und auch wenn wir als KundInnen in den Baumarkt gehen, würden wir Schrauben lieber in einem Papiersackerl als in Folie kaufen.“

Ein ganz großer Dank geht an die 6 B und ihrem Klassenleiter Dietmar Neururer. Ihr habt wertvolle Ergebnisse erzielt und viele Potentiale aufgezeigt! Jetzt liegt es an den MitarbeiterInnen des Würth Hochenburger Baumarkts, etwas aus den Ergebnissen zu machen und anderen Baumärkten als klimafreundliches Vorbild voranzugehen. Bei den Befragungen von KundInnen war allerdings eine ganz klare Tendenz erkennbar: Das Interesse an klimafreundlichen Produkten ist vorhanden und wird in Zukunft vermutlich noch weiter steigen.