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“Das Projekt macht Ethik für SchülerInnen konkret erfahrbar: Es geht nicht darum, den moralischen Zeigefinger zu erheben, sondern strukturiert und im gemeinsamen Austausch über ethische Ungewissheiten unserer Zeit nachzudenken.“

Mag. Christian Dürnberger, beteiligter Experte seit dem Schuljahr 2013/14

ÖKOLOG Tirol Tagung: Schulen und Bildung neu denken – Zukunft verantwortlich mitgestalten

Zukunft verantwortlich mitgestalten – unter diesem Leitgedanken fand am 07.11.2017 die diesjährige ÖKOLOG Tirol Tagung im Landhaus in Innsbruck statt, welcher gleichzeitig das Schwerpunktthema für die beiden Schuljahre 2017/18 und 2019/20 darstellt. Damit möchte das Netzwerk der ÖKOLOG Schulen unter anderem einen Beitrag zum Agenda 2030 Prozess der Vereinte Nationen leisten. Input und Denkanstöße hierzu gab es bereits am Vormittag in verschiedenen Workshops. Darüber hinaus hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich bei einem Markplatz der Partnerinstitutionen und Projekte des BiNE (Bildung für Nachhaltige Entwicklung) Netzwerkes Tirol zu informieren und auszutauschen. Daran beteiligte sich auch das Team der Geographie Innsbruck, um das k.i.d.Z.-Projekt vorzustellen und die LeherInnen unter anderem auf die Fortbildung im kommenden Jahr aufmerksam zu machen. Ergänzt wurde das Programm durch den Vortrag „Zukunft verantwortlich mitgestalten braucht Freiräume zum Handeln. Eine Anstiftung“ von Marget Rasfeld, Bildungsinnovatorin und Mitbegründerin der Initiative „Schule im Aufbruch“. In diesem inspirierenden Vortrag rückte sie die Schule und das Lernen in ein neues, anderes Licht und griff dabei eine zentrale Fragestellung auf: In welcher Welt wollen wir leben? Da wir diejenigen sind, die diese Welt gestalten bzw. gestalten müssen, kann es nicht nur um den reinen Wissenserwerb gehen, sondern vor allem auch um das Lernen um zu handeln. Vor diesem Hintergrund versteht Marget Rasfeld Bildung für Nachhaltige Entwicklung als Gestaltungskompetenz. Diese ist von besonderer Relevanz, wenn es darum geht, drei zentralen Zukunftsherausforderungen (Demokratie gestalten, Zusammenleben lernen sowie Leitplanken des Planeten nicht überschreiten) zu begegnen. All diese Herausforderungen gehen mit einer enormen Komplexität einher. Folglich muss es eine wesentliche Aufgabe der Schulen sowie anderer Bildungseinrichtungen sein, Räume zu schaffen, die es ermöglichen, ein Verständnis für diese Komplexität zu entwickeln, um damit auch umgehen zu können. Dies stellt somit einen völlig anderen Anspruch an Schulen, bei welchen nicht mehr Bewertung, sondern vielmehr Wertschätzung im Vordergrund stehen sollte. Die Zukunft liegt in unseren Händen. Um sie zu gestalten bedarf es anderer, vielleicht auf den ersten Blick nicht denkbarer Wege. In diesem Sinne, so Rasfeld, ist Kreativität der Rohstoff, der die Zukunft erschafft. Über diese Denkanstöße konnte bei einem Rückblick auf den Tag nochmals im Plenum reflektiert werden, bevor zum Abschluss die ÖKOLOG Schulen für ihr Engagement geehrt wurden.