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"Ich glaube, dass wir nicht negativ in die Zukunft blicken sollten, jedoch glaub ich auch, dass man nicht zu viele Menschen dafür ergreifen kann, um wirklich etwas zu bewegen.“

Schüler/in der 8.Jahrgangsstufe des KVC-Gymnasiums

Case Study

Das Projektkonzept mit seinen konkreten Zielstellungen und Projektphasen wurde in enger Zusammenarbeit von der Arbeitsgruppe Communication and Education in Geography des Instituts für Geographie der Universität Innsbruck mit der Schulleitung des Karl-von-Closen-Gymnasiums (D-Eggenfelden) ausgearbeitet. An der Schule wurde 2012 das Pilotprojekt k.i.d.Z.21  das erste Mal durchgeführt. Das Projekt wird seitdem jedes Jahr erneut umgesetzt und ist mit dem aktuellen Schuljahr 2014/2015 in die dritte Runde gegangen.

Auftakt eines k.i.d.Z.21-Schuljahres

Das Schuljahr beginnt mit dem sogenannten Kick-off Workshop. Dort tauschen sich die SchülerInnen mit Expertinnen und Experten zum Thema Klimawandel aus. Im Rahmen einer öffentlichen Abendveranstaltung, zu der neben den SchülerInnen und LehrerInnen auch politische EntscheidungsträgerInnen, Familien und die interessierte Öffentlichkeit eingeladen sind, wird der Projektablauf vorgestellt. Der/die GewinnerIn des Logo-Wettbewerbs wird im Zuge dieser Veranstaltung prämiert.

SchülerInnen im Dialog mit dem Klimaforscher Prof. Dr. Ottmar Edenhofer im Rahmen der Kick-off Veranstaltung am Karl-von-Closen-Gymnasium (Foto: Anni Schmid)

Individuelle Projektbeiträge der SchülerInnen

Während des k.i.d.Z.21-Schuljahres erhalten die SchülerInnen die Möglichkeit, sich im Rahmen der Gestaltung individueller Projektbeiträge intensiv mit selbstgewählten Fragestellungen zur Thematik des Klimawandels auseinanderzusetzen. Durch die Bearbeitung eines Themas in jeweils einem naturwissenschaftlichen und einem gesellschaftswissenschaftlichen Fach betrachten sie den Klimawandel aus verschiedenen Blickwinkeln. In dieser wichtigen Projektphase arbeiten die Jugendlichen autonom. Sie bestimmen selbst Inhalt, Methode und Produkt ihrer individuellen Projektarbeit, entwickeln diese stetig weiter und präsentieren ihre Ergebnisse am Ende des Schuljahres beim Forschungsaufenthalt in Obergurgl.

„Alpine Research Week“ in Obergurgl

Der einwöchige Forschungsaufenthalt in den Ötztaler Alpen rund um Obergurgl (1.930 m) stellt den absoluten Höhepunkt des Projekts dar.

Bei ersten Beobachtungen im Gelände generieren die Jugendlichen Fragen, auf die sie im Laufe der Woche eine Antwort finden möchten. Sie erstellen Hypothesen zu ökologischen, sozialen und ökonomischen Fragestellungen des Klimawandels, bearbeiten diese mit Expertinnen und Experten in Kleingruppen vor Ort. An einzelnen Stationen im Gelände erforschen sie beispielsweise die Auswirkungen des Klimawandels auf Gebirgsgletscher, den Zusammenhang der Tourismusentwicklung mit dem Klimawandel, klimawandelbedingte Veränderungen von Vegetationszusammensetzung und Böden mit der Höhe etc. Erstmals betrachten die Schüler/innen in diesem Jahr an der Station Umweltethik den Klimawandel auch verstärkt aus einer ethischen Perspektive.

Alpine Research Week mit den SchülerInnen des Karl-von-Closen-Gymnasiums (D-Eggenfelden) im Juli 2014 (Fotos: Iris Staggl 2015)

Am letzten Tag führen die SchülerInnen Ihre gewonnenen Erkenntnisse zusammen, leiten Schlussfolgerungen für Ihre eigene Lebenswelt und Zukunft ab und diskutieren diese mit Expertinnen und Experten. Als krönender Abschluss des k.i.d.Z.21-Schuljahres nehmen die SchülerInnen bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Herausforderung Klimawandel“ mit VertreterInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft den Klimawandel nochmals aus verschiedensten Perspektiven in den Blick.

projektverlauf_4

Ablauf eines k.i.d.Z.21-Schuljahres (blau: Phasen der Projektarbeit mit den SchülerInnen, rot: Elemente der projektbegleitenden Evaluation)