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"Die SchülerInnen lernen, dass zentrale gesellschaftliche Herausforderungen nicht von einzelnen Disziplinen bewältigt werden können, sondern dass es hierfür ein Ineinandergreifen unterschiedlicher Perspektiven braucht.”

Mag. Christian Dürnberger, beteiligter Experte seit dem Schuljahr 2013/14

Obergurgl im Zeichen von k.i.d.Z.21-Austria

Dort wo das k.i.d.Z.21-Konzept vor 5 Jahren „geboren“ wurde, zieht es mittlerweile zahlreiche k.i.d.Z.21-Schulen aus ganz Österreich hin. Im Juni und Juli 2017 waren insgesamt über 200 SchülerInnen folgender k.i.d.Z.21-Schulen auf Forschungswoche in Obergurgl:

  • gesamte 8. Jahrgangsstufe des Karl-von-Closen Gymnasium Eggenfelden. In der Obergurgl-Zeitung 2017 können Sie nachlesen, was die beteiligten SchülerInnen in dieser Woche erlebten.
  • je zwei Klassen des Reithmann Gymnasiums Innsbruck und des BG/BRG Kufstein
  • zwei Klassen der HBLFA Tirol. Auch die Erlebnisse der Klasse 1A und 2A gibt es in folgendem ausführlichen Bericht nachzulesen.

Lässt man all die Erlebnisse aus diesen aufregenden und ereignisreichen Wochen Revue passieren, werden bestimmte Momente in ganz besonderer Erinnerung bleiben. An einigen dieser Momente und Erlebnisse wollen wir Sie teilhaben lassen:

Markierung der neuen k.i.d.Z.21-Marke 2017 am Gaisbergferner

Alle Jahre wieder… Jedes Jahr zum Gaisbergferner zu wandern, bedeutet jedes Jahr ein paar mehr Meter hinter sich zu bringen. Dies wurde auch in diesem Jahr allen SchülerInnen besonders deutlich, als sie die Umgebung zwischen den k.i.d.Z.21-Markierungen der Jahre 2015, 2016 und dem aktuellen Gletscherstand erkundeten.

Zwischen den k.i.d.Z.21-Markierungen der Gletscherstände liegen nicht wenige Meter (Foto: Alina Kuthe)

„Erstbegehung“ des Wurmkogls

Am 11. Juli wurde die Forschungsstation Vegetation und Klimawandel erstmals auf einer neuen Exkursionsroute durchgeführt. Das Ziel bildete der Wurmkogl, der mit einer Höhe von 3.082 m einen idealen Erkundungsraum für die Veränderung der Vegetation mit der Höhe bietet und zudem eine große sportliche Herausforderung und ein spannendes Gipfelerlebnis bereit hält. Auch wenn die letzte Etappe des Anstiegs von Hochgurgl aus mit der Top Wurmkoglbahn 2 „erklommen“ werden musste, da der Weg im höchsten Abschnitt noch sehr schneebedeckt war, bildete die Forschungsexpidition inklusive Gipfelsturm für viele SchülerInnen ein erstmaliges und einmaliges Erlebnis.

Vegetationsuntersuchungen im Zirbenwald nahe Hochgurgl (Foto: Anna Oberrauch)

Am Gipfel wurde fleißig gestempelt. Das Gipfel-Erlebnis musste festgehalten werden. (Foto: Anna Oberrauch)

SchülerInnen am Gipfel des Wurmkogls

Abschlusspräsentation der HBLFA Tirol am Universitätszentrum Obergurgl

Am Abend des 29. Juni präsentierten die SchülerInnen der HBLFA Kematen unter der Leitung von Mag. Gabriele Pallua ihre Projektergebnisse aus Obergurgl und aus dem gesamten Schuljahr. Es waren 60 Lehramtsstudierende der Universität Wien, die zeitgleich aufgrund eines Unterrichtsplanungs-Seminars in Obergurgl gastierten und interessiert den Ausführungen der SchülerInnen lauschten. Dabei zeigte sich so manche/r Studierende hoch erstaunt, über das, was die SchülerInnen im k.i.d.Z.21-Schuljahr leisteten. Die Ergebnisse der individuellen Projektbeiträge wurden in Form einer Postersession präsentiert, bei der die SchülerInnen den kritischen Fragen der Studierenden kompetent Rede und Antwort standen. Der Abend bildete einen sehr gelungen Abschluss für die Arbeit des gesamten Schuljahres.

Die Abschlussveranstaltung wurde von einer Schülerin der 1A moderiert. (Foto: Anna Oberrauch)

Die SchülerInnen präsentierten Ihre Vorstellungen von Obergurgl und Umgebung in 30 Jahren. (Foto: Anna Oberrauch)

Die SchülerInnen präsentierten ihre Projektbeiträge in Form von Postern. (Foto: Anna Oberrauch)

Abschlussveranstaltung mit Podiumsdiskussion im Piccardsaal von Obergurgl

Die Alpine Research Week des Karl-von-Closen Gymnasiums wurde am Donnerstag Abend im Piccardsaal mit einer großen Abschlussveranstaltung beendet. Die SchülerInnen präsentierten Projektbeiträge und Ergebnisse vom Nachmittag, die sie in verschiedenen thematischen Synthese-Gruppen gemeinsam mit ExpertInnen erarbeitet haben. Die Diskussionen kreisten u.a. um die Grand Challenge Klimawandel im Trump-Zeitalter und es entflammte eine kontroverse Diskussion um das Aufstellen eines Wasserspenders in der Schule. In der abschließenden Podiumsdiskussion wurde wiederum klar, dass das Finden von Antworten und Lösungen zum Umgang mit der Herausforderung Klimawandel sehr schwierig ist und einen vielperspektivischen Blick erfordert. Ein besonderer Dank gilt den Moderatorinnen Laura und Lisa und den Podiumsgästen.

Die Podiumsgäste (von links): Anke Bockreis (Vizerektorin für Infrastruktur, Universität Innsbruck), Christian Dürnberger (Umweltethiker, Universität Wien), Phillip Ribis (Büroleiter Ötztal Tourismus), Anita Keij (Ökonomin und Ethikerin), Hans Stötter (Klimaforscher, Universität Innsbruck) und Luzia Niederer (Schülerin des KvC-Gymnasiums).

k.i.d.Z.21-Abschlussveranstaltung am Reithmann Gymnasium

Auch die projektbeteiligten SchülerInnen des Reithmann Gymnasiums luden in der letzten Schulwoche zur Abschlusspräsentation an ihrer Schule. Es wurde gesungen, über die Erlebnisse in Obergurgl berichtet und die k.i.d.Z.21-Zertifikate wurden verteilt. Schließlich fanden die Diskussionen am Buffet ihren Ausklang.

         

Wir danken allen projektkoordinierenden Lehrpersonen: Heinz Hemberger,  Barbara Lackner, Gabriele Pallua, Julia Senfter, Peter Schönherr, Stefan Tusch für die hervorragende Zusammenarbeit im Rahmen der „Alpine Research Weeks“ in Obergurgl.

Ein besonders großer Dank gilt den beteiligten Experten Anke Bockreis, Lukas Emrich, Herbert Fojtlin, Lukas Fritz, Wilhelm Guggenberger, Wolfgang Gurgiser, Anita Keij, Erik Lindner, Martin Mergili, Eva Posch, Philipp Ribis, Hans Stötter, Frank Zirkl. Ebenso sei den Studierenden der Universität Innsbruck gedankt, die uns in Obergurgl tatkräftig unterstützten: Franziska Allersberger, Leonie Hasenauer, Lisa Pichler, Frank Jenny und Harald Zink. Ohne das Engagement von Euch allen, wäre k.i.d.Z.21 nicht denkbar!

Und nun wünschen wir allen verdiente und erholsame Sommerferien!